Meinungen

Ekkehart Vetter, Präses des Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden

Belebend, festlich, besinnlich, romantisch und humorvoll – Marriage Week bietet vielfältige Chancen, sich mit dem eigenen Lebensstil in der Ehe auseinander zu setzen und ihn positiv zu gestalten.

Wir kennen die Bilder:
eine uniformierte Einheit in Reih und Glied bei der Begrüßung eines Staatsgastes - einer sieht aus wie der andere;
eine Ballettformation - durch gleiche Kleidung und einstudierte Bewegungen werden die Tänzer einander zum Verwechseln ähnlich;
eineiige Zwillinge, vom Scheitel bis zur Sohle in gleichen Klamotten - du kannst sie nicht unterscheiden;
ein großer Chor singt in einheitlichem Outfit im Altarraum einer Kirche - harmonische Klänge und harmonisches Äußeres, man gehört zueinander.

Durch solche oder andere Äußerlichkeiten kann man Menschen zueinander in Beziehung setzen. Die äußerliche Einheit erweckt den Eindruck eines guten Miteinanders - oft weit gefehlt. Hinter äußerer Uniformeneinheit kann man sich spinnefeind sein. Zwei Menschen tragen denselben Namen, die Beziehungen sind jedoch nicht selten zerrüttet.
Spannend wird es, wenn die Einheit von zwei Menschen nicht äußerlich-oberflächlich ist, sondern wenn zwei unterschiedliche Menschen, Mann und Frau, in einem lebenslangen Lernprozess eine wachsende und belastbare Vertrauens- und Liebesbeziehung leben, wenn zwei individuelle Menschen gleichzeitig immer mehr zu einer Einheit werden. So hat Gott, der Erfinder der Ehe, sich Ehe gedacht.
Dies ist kein Selbstgänger. Ehe gelingt nicht einfach und wie von selbst. Ehe braucht Investition in vielfältiger Hinsicht. Die „marriage week" ist eine richtig gute Möglichkeit, zu investieren. Vielfältige Veranstaltungen in dieser Woche können und werden Impulsgeber für tausende von Ehen sein. Es wäre wunderbar, wenn Ehen, egal ob sie noch ganz frisch am Start oder schon in die Jahre gekommen sind, durch diese Woche neue Impulse für ein attraktives und wachsendes Miteinander erhalten.