Meinungen

Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche Rosemarie Wenner,

Was können Kirchen Familien tun? Zu Recht beschäftigen wir uns mit dieser Frage sowohl in den Gemeinden vor Ort als auch in den Leitungsgremien. Die Initiatoren der ,,Marriage Week" geben dafür einen Impuls, der Nachahmung verdient: Sie nehmen den Valentinstag zum Anlass, Paare einzuladen, sich gegenseitig Aufmerksamkeit zu schenken. Und sie ermutigen Gemeinden, die Familien in diesem Vorhaben zu unterstützen. Denn wenn es den Eltern miteinander gut geht, profitieren die Kinder am meisten davon. Ich freue mich über diese Initiative und unterstütze sie gern. Gleichzeitig hoffe ich, dass freikirchliche Gemeinden die besondere Situation von Alleinstehenden sehen und ihnen mit derselben Kreativität Unterstützung und Freiräume anbieten. So werden Gemeinden zu Lebensräumen, in denen die Generationen miteinander einüben, was Achtung vor dem Leben, Liebe und Solidarität bedeuten. Paulus spricht in dem Brief an die Korinther in den höchsten Tönen von der Liebe, die Gott uns in Jesus entgegen bringt: ,Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größte unter ihnen." (1. Korinther 13,13) Weil Liebe nach christlichem Verständnis mehr bedeutet als Verliebtheit und gute Gefühle, setzen wir Christen uns kreativ und innovativ dafür ein, dass Junge und Alte in unseren Gemeinden Liebe leben lernen. Gott segne diese Initiativen.